Black Sea Fire
Musikalische Feinschmecker gefragt: viele Projekte der Weltmusik sind am Dialog stehengeblieben. „The Shin“ präsentiert im neuen Album „Black Sea Fire“ die neue Generation der Weltmusik: polykulturelle Synthese am Beispiel des Schwarzen Meeres.
Ein altes georgisches Sprichwort besagt, die heimische Sonne ist in dir, und um dich herum. Dieses Sprichwort führte uns im letzten Projekt „EgAri“ nach Georgien, zu unseren eigenen Wurzeln. Aber ein Zuhause ist nicht nur die eigene Wohnung und die eigene Familie, es sind auch die Nachbarn, und die Freunde. In unserem neuen Projekt „Black Sea Fire“ möchten wir Ihnen eine Kultur der Schwarzmeerregion vorstellen, die sogar leicht an Atlantis erinnert.
Die antiken Götter wollten den Menschen das Feuer nicht geben, da sie befürchteten, der Mensch würde den Sinn des Feuers nicht verstehen. Prometheus stahl das Feuer und gab es den Menschen. Als er in den Kaukasus geführt wurde, um dort von Zeus bestraft zu werden, sprang ein Funke des Feuers, den er den Menschen schenkte, in das Schwarze Meer. Dieser Funke entflammte das Feuer des Schwarzen Meeres.
Im Laufe der Zeit bildeten sich um das Schwarze Meer viele Staaten, es entstanden viele verschiedene Völker, und das warme Feuer, das uns einst Leben spendete, wurde immer mehr zum Feuer des Krieges und der Zerstörung.
Doch wir sind nach wie vor Menschen des Schwarzen Meers. Es trennt uns voneinander, deswegen sind wir im Laufe der Zeit so unterschiedlich geworden, aber es ist auch das, was uns alle verbindet, und was und gleichzeitig so ähnlich macht – Das warme Feuer des Schwarzen Meeres, das in unserem Herzen brennt.
„Black Sea Fire“ feiert die Wiedergeburt dieses Feuers, das verschiedene Gestalten annehmen kann - Mal als Lagerfeuer am Strand, Mal als warme Glut, Mal als kleiner Funke, der aus der Glut hinaussprang und Mal als Feuerwerk über dem Meer - mit dem Tanz der beinahe verschwundenen Kultur. Viele Kompositionen aus dem Album entstammen aus einzelnen Ländern des Schwarzen Meeres. Doch jede Komposition wird auch zeigen, dass die Kulturen dieser einzelnen Länder, die wir oft als vollkommene und von allen abgegrenzte Kulturen wahrnehmen, ein Teil einer viel größeren Kultur sind, der des Schwarzen Meeres.
Konzepzion, Komposition, Bearbeitung: Zaza Miminoshvili, Zurab J. Gagnidze



