11.08.2008
Es ist schwer im Klang der Kanonen einen Menschen zu hören, vor allem dann, wenn er nicht spricht
The Shin äußert sich auf dem Friedenskonzert in der Alten Kelter in Korb am 15.08.2008 auf einer musikalischen Sprache zum Krieg in Georgien.Die Musiker von The Shin wollen mit seinem Auftritt ein Zeichen setzen, und damit die Menschen dazu auffordern, wieder Mensch zu werden, indem sie, unter anderem, ossetische und abchasische Musik aufführen. Damit wollen sie Respekt gegenüber den sogenannten „Feinden“, den Menschen in Ossetien und Abchasien, zeigen.
Musik ist eine Sprache weit abseits der Politik, und wer die Sprache seiner "Feinde" spricht, zeigt mehr als nur Respekt, sondern auch den Willen zum Dialog. Denn es heißt zwar "wer sich findet, lernt man auch die Welt kennen", aber wer seine Nachbarn kennenlernt, entdeckt auch sich selbst. Dieser Lösungsansatz, diese Formel, die The Shin mitteilt ist aber nicht nur für den Kaukasus-Konflikt gedacht. Natürlich ist dieser Krieg für die Musiker nicht ein abstraktes Beispiel, da die Betroffenheit sehr groß ist, aber dennoch wollen sie aufmerksam machen, dass diese Formel universell ist, und dass es auf der Welt noch viele weitere Konflikte gibt, wo es genau an diesen drei Dingen mangelt: Menschlichkeit, Respekt und Dialog.



